Amazon ist für viele Händler der umsatzstärkste Kanal — und gleichzeitig der unversöhnlichste: Überverkäufe, verspätete Versandbestätigungen oder falsche Bestände wirken sich direkt auf die Verkäuferleistung aus. Wer Amazon neben dem eigenen Shop manuell mitpflegt, arbeitet auf Dauer gegen das System.
Die Lösung ist eine zentrale Warenwirtschaft, die alle Kanäle steuert. tricoma bringt dafür Anbindungen an Amazon, eBay und OTTO mit. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf Amazon — den Kanal mit den strengsten Anforderungen.
Das Grundproblem: ein Lager, viele Kanäle
Solange nur ein Verkaufskanal existiert, ist Bestandsführung einfach. Mit dem zweiten Kanal beginnt das Rechnen: Verkauft sich ein Artikel im Shop, muss der Amazon-Bestand sinken — und umgekehrt. Wer das manuell oder mit Verzögerung macht, verkauft früher oder später Ware, die nicht mehr da ist.
Genau hier setzt die ERP-Anbindung an: tricoma führt den Bestand zentral und verteilt ihn an alle Kanäle. Jede Bestellung — egal woher — verändert denselben Bestand, und alle Kanäle werden automatisch aktualisiert.
Was die Amazon-Anbindung von tricoma leistet
Die Anbindung deckt den kompletten Bestellzyklus ab:
- Bestandsabgleich: Verfügbare Mengen werden automatisch an Amazon übertragen — inklusive Puffer-Logik, wenn Sie nicht den kompletten Bestand freigeben wollen.
- Bestellimport: Amazon-Bestellungen laufen automatisch in tricoma ein und durchlaufen denselben Abwicklungsprozess wie Shop-Bestellungen — Picken, Packen, Versandlabel.
- Versandbestätigungen: Sendungsnummern werden an Amazon zurückgemeldet, damit die Lieferversprechen eingehalten und Kunden korrekt informiert werden.
- Belege und Auswertung: Rechnungen und Umsätze aus dem Amazon-Geschäft landen in derselben Faktura und Buchhaltungsvorbereitung wie alle anderen Aufträge.
Für Händler heißt das: Amazon wird ein Kanal unter mehreren — nicht ein zweites Unternehmen, das nebenher gepflegt werden muss.
FBA oder Eigenversand?
Ob Sie selbst versenden (FBM) oder Amazon den Versand übernimmt (FBA), verändert die Rolle der Warenwirtschaft. Beim Eigenversand steuert tricoma den kompletten Versandprozess aus Ihrem Lager. Bei FBA liegt die Ware bei Amazon — dann geht es vor allem darum, FBA-Bestände und -Bestellungen sauber in der zentralen Warenwirtschaft abzubilden, damit Auswertungen und Nachbestellungen stimmen.
Viele Händler fahren zweigleisig: schnelldrehende Artikel per FBA, den Rest aus dem eigenen Lager. Gerade dann braucht es ein System, das beide Welten zusammenführt.
Worauf es bei der Einführung ankommt
Die technische Anbindung ist der kleinere Teil der Arbeit. Entscheidend ist die Prozesslogik dahinter: Welche Artikel gehen auf welchen Kanal? Wie viel Bestand wird je Kanal freigegeben? Wie werden Retouren aus verschiedenen Kanälen verbucht? Diese Fragen klären wir vor der Einrichtung — danach läuft der Abgleich automatisch.
Unser Rat aus der Projektpraxis: Starten Sie mit einem Kanal nach dem anderen. Erst wenn der Amazon-Abgleich zuverlässig läuft, kommen eBay, OTTO oder weitere Marktplätze dazu — jeder Kanal mit denselben zentralen Daten.